Manchmal…

…staune ich über mich selbst – etwa dann, wenn ich mehr oder weniger spontan beschließe, mir eine kleine Innentasche für meine Handtasche selbst zu nähen und das dann auch zeitnah und erfolgreich umsetze.
Ja, ich geb’s zu – mit dem was ich Handtasche nenne, fahre andere übers Wochenende in den Urlaub… Aber meine Tasche von Jordana Paige ist einfach ideal, mein Strickzeug ist immer mit dabei. Einziger Nachteil: manchmal würde ich zwischendrin (z.B. in der Mittagspause) ganz gerne einfach nur Geldbeutel, Handy, Sonnenbrille und Autoschlüssel vernünftig transportieren können. Dafür habe ich mir dann heute eine Lösung genäht – sicher noch zu verbessern, für einen ersten Versuch aber prima geraten.

(anklicken vergrößert das Bild)

Sonntagsbild 24.06.2012

Eines meiner großen Strickprojekte ist fertig – am späten Samstag Abend habe ich meinen Nuvem fertig abgekettet. Das Tuch ist groß, kuschelig und trotzdem leicht – verstrickt habe ich nur 300 g Wollmeise-Lacegarn mit einer Lauflänge von 1575 m. Beim Abketten habe ich auf jede vierte Masche eine Perle aufgezogen – deswegen habe ich auch ungefähr 8 Stunden dazu benötigt… Ich weiß jetzt schon, dass dieses Tuch meinem Heidetuch Konkurrenz macht – das ist nämlich dicker und schwerer…

Und wieder ist ein…

…UfO gelandet – dieses Mal ein Tuch, das ich letztes Jahr im Juli nach dem Kauf meiner allerersten Wollmeise (ein  Unglücksrabe 100% Merino „Grapes for Sheri“) angefangen hatte. Und eigentlich ist das auch ganz flott gewachsen – bis die Wolle verstrickt war, der Tuchrand mir aber noch zu schmal. Also landete das angefangene Tuch als UfO im Wollkorb, denn ich musste ja erst noch wieder Wolle dazu kaufen. Auch das kein Problem, irgendwann hatte ich einen regulären Strang „Grapes for Sheri“ gekauft – aber der war ja nun noch nicht gewickelt. Lauter böse Hindernisse… 😉
Diese Tage nun hatte mich der Ehrgeiz gepackt, meine gerade vorhandene Strickzeit zur UfOFertigstellung zu nutzen:

Dadurch, dass ich zwei verschiedene Färbungen verwendet habe, hat das Tuch jetzt einen dunkleren Rand – ich finde das sehr apart:

Irgendwie…

…glaube ich noch nicht, das daraus mal eine Jacke wird:

Es muss aber funktionieren – sonst gäbe es für dieses Prinzip kein ganzes Buch…
Das ist der einzige Vorteil an meinem Bandscheibenvorfall – ich nutze jede freie und halbwegs wache Minute zum Stricken so dass alle meine UfOs langsam aber stetig wachsen.

Blick in den Wollkorb…

Der ist ganz schön geschrumpft, ich habe tatsächlich mal was fertig bekommen… 😉

  1. der Nuvem von Martina Behm,  Beginn am 26.12.2011 – ein Langzeitprojekt, schon aufgrund der Maschenanzahl die auf den Nadeln ist und der Größe, die erreicht werden soll
  2. mein Adventskalenderschal, Beginn am 08.12.2011, aktuell ist Tag 10 beendet -> keine Veränderung zum Januar, ich
    habe nicht weitergestrickt. Nicht ganz fit und komplizierte Muster vertragen sich nicht…
  3. mein Multnomah-Tuch Beginn am 08.07.2011 – es fehlen nur noch einige Reihen Bordüre -> siehe unter 2.
  4. mein Swirl – ein KAL mit dem Zauberglöckchen
    Beginn am 14.01.2012 – und zwei Wochen später aufgeribbelt und neu angefangen. Aktuell ist Welt 16 beendet, also 11 Mustersätze weiter. Immerhin hat eine Runde etwa 650 Maschen…

ohne Bild:
ein Wellenbaktus aus Wollresten meiner Miss B. – den habe ich einfach zur Resteverwertung angefangen. Ideal weil man ihn einfach so ohne Nachdenken stricken kann.

Seit Januar beendet sind:

  • Lanesplitter
  • Bolero

Endlich fertig…

Im Oktober das Garn bei Aldi gesehen, die Farbe einfach klasse gefunden und auch voller Elan losgenadelt – um dann  festzustellen, dass Nadelstärke 8 und ich nicht kompatibel sind… Also landete das Strickzeug in der Ecke und wurde nicht mehr angerührt…
Aber da ich ja im Moment doch ab und zu zum Stricken komme, habe ich sehr diszipliniert beschlossen dieses UfO fertig zu stellen – denn einen Vorteil hat das Garn: da es relativ dick und ungleichmäßig ist, verzeiht es Strickfehler sehr gut. Und die passieren nun mal, wenn man „unter Drogen“ steht und im Halbschlaf strickt…

Nur noch zwei…

…kurze Ärmelchen – dann verlässt wieder ein UfO meinen Strickkorb:

Und da ich im Moment nichts anderes tun kann als Stricken oder Lesen, wird das sicher in absehbarer Zeit was. Denn – zum Lesen fehlt mir die Konzentrationsfähigkeit, einfach nur so vor mich hinnadeln ohne kompliziertes Muster geht. Und da ich herausgefunden habe, wie ich halb im Liegen stricken kann ist es auch für meinen Rücken ok. Einziger Nachteil: die verordneten Schmerztropfen lassen mich sehr oft von jetzt auf gleich einfach einschlafen, manchmal gelingt es mir nicht mal mehr, das Strickzeug weg zu legen.
Heute Vormittag versuche ich deswegen auf Schmerzmittel zu verzichten – aber das ist auch nicht so toll. Ich bin zwar wach, kann aber dafür kaum geradeaus laufen… 🙁