Um dem Alltag zu entfliehen…

….habe ich schon vor vier Wochen beschlossen, an einem sogenannten MKAL* auf Ravelry teilzunehmen. Die Designerin Rubator (aka Astrid Müller) hatte mich Mitte Februar mit ihren Postings auf Instagram schon neugierig gemacht. Als der MKAL dann startete, habe ich kurz überlegt – weil Überraschungen und Tücher sind eigentlich nicht so meins. 😉
Allerdings habe ich dann doch entschieden, mir die Anleitung zu kaufen und mitzustricken. Und selbst wenn ich nicht mitstricken würde – schon die Einleitungstexte der Anleitungsteile sind zauberhaft geschrieben. Ich darf mit Genehmigung der Designerin ein paar Sätze (kursiv geschrieben) zitieren – wer den ganzen Text lesen will, muss die Anleitung kaufen. 😉

Zukünftig werde ich z.B. eine Maschenprobe nie mehr als unnötig erachten und diese lieblos stricken, denn:
Da erblickt also ein kleines Geschöpf das Licht der Welt, weiß gar nicht wie ihm geschieht und spürt instinktiv die Ablehnung seines Schöpfers. Und ich werde nie wieder sagen „ach, das ist ja nur glatt oder kraus rechts“, denn rechte Maschen – Sie warten nur darauf, ihr Dasein zu rechtfertigen und sind gern bereit, einem überheblichen Stricker ein wenig Demut zu lehren. Oder habt ihr euch schon mal wirklich Gedanken um die zu vernähenden Endfäden gemacht? Nein? Solltet ihr unbedingt tun: Wirklich traurig ist dagegen der kleine Schnipsel, den Du am Ende vernähst (dieses Stückchen bleibt  wenigstens noch dran) und dann abschneidest.

Nebenher entsteht noch ein herrlich kreatives Tuch – ich freue mich auf jeden neuen Abschnitt der Anleitung. Um euch die Überraschung nicht zu verderben, verstecke ich das Bild hinter dem „Weiterlesen“-Button.

*MKAL steht übrigens für Mystery Knit Along – die Anleitung erscheint abschnittsweise für alle, man weiß also nicht was einen erwartet.

hier geht’s weiter….

Ich kann diesen Monat….

….kein fertiges Strickprojekt vermelden. 🙁
Liegt aktuell daran, dass ich versuche zu viele Projekte gleichzeitig zu stricken – ich komme bei jedem immer wieder vorwärts, aber es wird halt keines fertig.
Immerhin hat der Pullover hier mittlerweile beide Ärmel fertig, ich müsste „nur noch“ den Body stricken. Priorität hat allerdings aktuell ein angefangenes Strickjäckchen – das möchte ich in 14 Tagen auf einer Familienfeier anziehen.

Hier musste ich allerdings im Musterteil den ersten Versuch wieder ribbeln, da die Kombination aus Muster, Nadelstärke und Maschenzahl ein nicht so schönes Pooling der Wolle verursachte, damit wirkte die Jacke einfach nur unruhig – der erste Versuch ist das linke Bild:

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Einfach nur glatt rechts wollte ich aber auch nicht, also habe ich noch einen zweiten Versuch gestartet, die Jacke mit Musterteil zu machen und jetzt bin ich sehr zufrieden, es sieht gut und stimmig aus. Ich habe einfach einige Maschen weniger als in der Anleitung vorgegeben zugenommen und stricke außerdem den Musterteil mit der gleichen Nadelstärke wie den glatt rechten Teil.

Gestern war ich….

…wieder in Holzdorf (bei Weimar) um dort zusammen mit den Mädels vom Erfurter Stricktreff bei Inclusio wieder Wolle zu färben. Das haben wir ja im September letzten Jahres schon mal gemacht und schon da war klar – das wird wiederholt. 🙂

Gestern habe ich mich dafür entschieden, ein ganz dünnes Lacegarn (800 m / 100g) zu färben, da ich noch litauisches Leinengarn im Stash habe, was dann damit zusammen zu einem Sommer-Twinset werden soll. Und da das farblich halbwegs zusammen passen sollte 😉 war die Farbvorgabe für  mich lila.

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Wie beim letzten Mal schon hatten wir nach dem Färben wieder Zeit zum Stricken und Reden, außerdem durften wir in den Wollvorräten stöbern. Ich war mir beim Anblick der Kisten eigentlich noch ganz sicher, dass ich dieses Mal keine Wolle kaufe… Und dann habe ich die Stränge auf dem Foto rechts unten entdeckt… 😉 Die Färbung ist für mich eher außergewöhnlich, aber da sie viel lila-grau-braun enthält auf jeden Fall tragbar.

Nach fast acht Wochen…

….habe ich es heute endlich hinbekommen, mein Geburtstagsgeschenk einzuweihen. Die Overlock-Maschine steht schon seit dem Geburtstag still und vorwurfswoll auf meinem Nähtisch, aber um mich das erste Mal damit zu befassen fehlte mir die Muse. Und auch so ein bisschen die Zeit, um was „Richtiges“ zu nähen. Aber das Einfädeln klappte recht gut, die Maschine kam von W6 mit „Restfäden“ an die ich die neuen Fäden einfach anknoten und durchziehen konnte.

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Nachdem wir uns aber gestern Bowlingschuhe* gekauft haben mussten dringend zwei Schuhbeutel her, damit wir die Schuhe ordentlich aufbewahren können. 😉 Also habe ich das heute mal eben genäht, ganz einfach ohne irgendwelchen Schnickschnack. Ich finde, man kann die trotz gleichen Aussehens gut auseinanderhalten. 😀

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*Wir gehen doch relativ häufig zum Bowling und ich finde diese Leihschuhe immer ziemlich eklig, Desinfektion hin oder her. Und die Bekannten, mit denen wir gehen haben uns verraten, dass es einfache Bowlingschuhe schon für weniger als 50.- Euro gibt. Das ist mir mein Wohlfühlen definitiv wert…

Weil stricken…

….so ziemlich das Einzige ist, was nahezu beschwerdefrei möglich ist wachsen meine angefangenen Projekte ganz ordentlich:

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An meinem ursprünglich für Januar geplanten Pullover ist gestern und heute sehr spontan einer der Ärmel fertig geworden. Lag aber nur daran, dass ich an der mittlerweile neu angefangenen Strickjacke eigentlich die Ärmel still legen könnte. Uneigentlich fehlten mir dafür sowohl Nadelseile als auch Endkappen – die steckten noch im Pullover. 😉

Das Problem habe ich selbst „verschuldet“ – zum einen habe ich Ende letzten Jahres meine kompletten KnitPro-Nadelspitzen, Seile und sonstiges Zubehör verkauft und bin auf Nadeln bzw. das Seilsystem von HiyaHiya umgestiegen. Und da bin ich halt noch lange nicht so gut ausgerüstet, wie sich das im Lauf der Jahre bei KnitPro angesammelt hat. Und zum anderen – was muss ich auch zwei Projekte gleichzeitig stricken… 😉

Eigentlich sollte…

…mein Januarprojekt ja dieser Pulli werden. Allerdings wurde bei Ravelry wie jedes Jahr zu Weihnachten wieder gewichtelt und in meinem Wichtelpaket war unter anderem das Buch „Mix an Match! Mützen stricken“ drin. Und hier in meinem Wollregal liegen schon ganz lange die Wollreste meines Starting Point-Tuches herum, so dass ich sehr schnell beschlossen habe, mir daraus eine Mütze zu stricken – angefangen hatte diese schon im Silvesterurlaub. Und weil dann immer noch so viel Wolle übrig war, habe ich direkt daran anschließend noch Armstulpen angefangen. Mittlerweile habe ich beides fertig, jetzt muss es nur noch kalt genug werden um die Sachen anziehen zu können:

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Zwischendrin habe ich dann dieses Wochenende noch ganz spontan ebenfalls aus Resten kleine Armstulpen für eine Kollegin gestrickt, die immer über kalte Hände klagt:

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Alle drei Projekte zusammen sind dann immerhin auch 537 m verstrickte Wolle. Und weil ich gerade so am Reste verstricken bin, habe ich beschlossen dass der Januar einfach mein Restemonat wird, als Nächstes schlage ich aus den vorhandenen Resten dieses Pullis noch Socken an….

Januar-Projekt

Ja, der Titel stimmt – mein Ziel ist es, den angefangenen Pulli im Januar dann fertig zu stellen. 🙂 Mein Dezember-Projekt ist fertig, ich kann es aber noch nicht bloggen weil es beim Wichteln verschenkt wird.

Ende September war ich zum Wolle färben in Weimar und habe mir dort passend zu einem Wollmeise-Strang, den ich schon lange habe ein unifarbenes Garn gefärbt. Aus der Kombination soll ein Pullover werden. Angeschlagen habe ich ihn schon eine Weile, dann kam das Wichtelgeschenk dazwischen. Aber mittlerweile ist der Pulli soweit, das er auch fotografierbar ist:

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Ich stricke nach der Anleitung „Flax Light“ von Tin Can Knits, da diese kostenfreie Anleitung genau das ist, was ich brauche – ein gutes Grundgerüst, das mir aber genügend Spielraum für eigene Ideen lässt.